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Elefanten bleiben in Loh
Das „Elefantentreffen“ im Hexenkessel von Loh ist für weitere drei Jahre gesichert.
Darüber berichtet sogar die örtliche Presse im Grafenauer Anzeiger mit einem eigenen Artikel. Das zeigt deutlich, welchen Stellenwert das Elefantentreffen des BVDM gerade auch für die einheimische Bevölkerung hat.
Hier ein Auszug aus dem Artikel:
„Einen Arbeitsbesuch statteten kürzlich die Organisatoren des Elefantentreffens, Wolfgang Schmitz und Horst Orlowski, Bürgermeister Martin Behringer ab. Die beiden Veranstaltungsleiter des Bundesverbandes der Motorradfahrer, die erstmals mit einem modernen „Elefanten“, einer Moto Guzzi California mit 78 PS und Beiwagen, von Remscheid in den Bayerisch Wald gedüst waren, hatten eine positive Nachricht im Gepäck.“ Nun ja, Horsts Moto Guzzi hat reichlich PS zugelegt und zum ersten Mal mit dem Motorrad waren die beiden auch nicht vor Ort. Viel wichtiger ist aber, dass sie die neuen Drei-Jahres-Verträge für den Hexenkessel abgeschlossen haben. „Um Probleme, die sich möglicher Weise angehäuft haben, im Vorfeld bereinigen zu können, haben die Organisatoren mit Bürgermeister Behringer einen öffentlichen runden Tisch mit der Bevölkerung und Behördenvertretern vereinbart, der im Herbst vorgesehen ist. Bereits jetzt könne sich aber die Bevölkerung mit Hinweisen und Beschwerden an die Gemeinde Thurmansbang wenden, die dann bei diesem Termin behandelt werden. Horst Orlowski, der hier seinen 69. Geburtstag feierte, dankte Bürgermeister Behringer für die bisherige gute Zusammenarbeit, bevor sie sich wieder auf den Heimweg machten.“
Michael Lenzen - BallHupe 2/2006 - Seite 25
Jubiläums-Pins vom ET wieder zu haben
Ab sofort sind die auf dem Elefantentreffen ausverkauften Jubiläumsaufnäher und -pins wieder verfügbar. Der Preis beträgt pro Aufnäher/Pin 5,- Euro zuzüglich einer Versandkostenpauschale von 3,50,- pro Bestellung. Anforderungen per E-Mail an isabelle.schmitz@bvdm.de oder per Post an Bundesverband
der Motorradfahrer, Geschäftsstelle, Carl-Zeiss-Straße 8, 55129 Mainz. Telefax 061861/503281. Wer sich die Portokosten sparen möchte, kann sich die Patches auch beim 51. Elefantentreffen einfach kaufen. ws
Wolfgang Schmitz - BallHupe 2/2006 - Seite 19
Ein einmaliges Erlebnis
 „Echt supergeil, der totale Wahnsinn.“ Mit diesen Worten machte ein Helfer nach Ende des 50. Elefantentreffens seiner Begeisterung Luft. Und in der Tat, die Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre Elefantentreffen“ war ein absolutes Highlight in der Vereinsgeschichte des BVDM, der nun auch schon beinahe 50 Jahre alt ist. Als wolle er das Seine dazu beitragen, hatte Petrus für das 18. ET im Hexenkessel von Loh fast perfekte äußere Bedingungen geschaffen. Mit nahezu einem Meter Schnee lag auf dem Gelände zwar ein bisschen zu viel der weißen Pracht, aber dazu strahlte tagsüber die Sonne und nachts fiel die Temperatur auf bis zu minus 18 Grad. Einfach perfekte Bedingungen.
Und so kamen gut 5100 Motorradfahrer aus ganz Europa, um dieses Jubiläum mit dem BVDM zu feiern. Und bei dem klasse Rahmenprogramm mit Skijöring, Stockcar-Vorführung, Demonstrationsläufen und Trial zog es auch 2750 Tagesbesucher in die Arena. Nach der umfangreichen Vorberichterstattung in den Medien akkreditierten sich 42 Pressevertreter, darunter einige Fernsehteams, die in ihren Beiträgen sehr positiv über unser Jubiläum berichtet haben. Ein Video wurde ebenfalls gedreht. Es wird auch über den BVDM vertrieben. Sobald es fertig gestellt ist, werden wir auf unserer Homepage (www.bvdm.de) und in der Ballhupe darüber informieren.
Ich startete am Mittwoch von Köln aus zum Treffen, wo ich die Presse betreuen sollte, da der langjährige Elefantentreffen-Pressesprecher, Michael Tubes, aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen konnte und ich als BVDM-Pressesprecher einige Erfahrung habe. Es war kalt, aber trocken, und so war die Anreise über die Autobahn kein Problem. Vor allem, da ich beheizbare Handschuhe und eine Heizweste der Firma Sonhart testen konnte. Besonders die Heizweste hat mich völlig überzeugt. Bei den Handschuhen sollte man auf jeden Fall den Temperaturregler mitordern, da es sonst an den Fingern schon etwas zu heiß werden kann. Nicht optimal ist dagegen die Verkabelung, die zum einen störend durch die Weste verlegt werden muss, und zum anderen nicht flexibel genug ist. An einer Steckverbindung zum Handschuh brach die Isolierung und das blanke Kabel kam zum Vorschein. Hier sollte ein auch bei Kälte flexibleres Material eingesetzt werden. Wenig empfehlenswert ist auch, die Heizbekleidung über die serienmäßige Bordsteckdose der BMW (R1150R) anzuschließen. Denn wenn gleichzeitig die heizbaren Griffe auf Stufe zwei geschaltet werden, ist das für die Sicherung zu viel. Gleich zweimal musste ich sie ersetzen. Hier bietet sich zum Anschluss eine Steckdose aus dem Zubehör an, die über eine eigene Sicherung verfügt. Zur komplett wohligen Wärme fehlte mir nur noch eine heizbare Hose. Aber das wäre des Guten dann doch etwas zu viel gewesen. Denn so ganz ohne Zittern und Frieren zum Elefantentreffen zu fahren ist schon ein bisschen dekadent. Dann fehlt doch etwas vom Reiz der winterlichen Fahrt und die Freude auf den nächsten Tankstopp und das Aufwärmen wäre auch dahin.
Nach 620 problemlosen Kilometern erreichte ich am frühen Nachmittag den Hexenkessel. Es war schon einiges los auf dem Gelände, Zelte waren schon aufgebaut und ein Trupp Helfer errichtete gerade den Bauzaun in Richtung Wackelstein. Nach der Begrüßung ging ich erstmal ins Orga-Büro, um mich bei Uwe Garben und Ralf Dormagen anzumelden, die in diesem Jahr erstmals den Helfereinsatz koordiniert und betreut haben. Renate, die das viele Jahr lang getan hatte, wollte zum Jubiläum mal etwas vom Treffen erleben und auf dem Gelände zelten. Auch sie packte als Helferin aber weiter kräftig mit an. Uwe und Ralf hatten mit ihrer ruhigen und besonnenen Art alles im Griff und machten ihre Sache wirklich prima. An dieser Stelle möchte ich ihnen deshalb ganz besonders danken. Ebenso Rosemarie und Engelbert Tubes, die unermüdlich für das leibliche Wohl der Helfer in der Orga-Hütte arbeiteten. Schwerstarbeit leisteten auch die bewährten Teams an der Kasse, die bei dem großen Andrang am Freitag und Samstag richtig viel Stress hatten, genau wie Wolfgang, Horst und Hein, da Wolfgang zusätzlich noch die ganzen Sonderveranstaltungen organisierte. Großer Andrang herrschte auch am BVDM-Servicewagen, wo Birgit und Ramona alle Hände voll zu tun hatten.
Allen Helfern möchte ausdrücklich danken: Ihr habt ermöglicht, dass das 50. Elefantentreffen eine absolute Spitzenveranstaltung geworden ist, von der die Teilnehmer auch in vielen Jahren noch erzählen werden! Nicht vergessen möchte ich hier, ganz besonders auch unserem Versicherungsreferenten Siegfried Bredl zu erwähnen, der kurzfristig noch für alle Teilnehmer der Demonstrationsfahrten eine Versicherung abgeschlossen hat und die Kosten dafür, als seinen Beitrag zum 50. ET, an dem er nicht selber teilnehmen konnte, übernommen hat. Das ist ein Beispiel, wie durch persönlichen Einsatz dieses Treffen und der Verband unterstützt werden können. Und es gibt noch einige mehr, die im Verborgenen hinter den Kulissen viele Stunden und Tage ihrer Freizeit und auch Geld für dieses einmalige Wintertreffen opfern.
Doch zurück zum Treffen. Zur Vorbereitung der Pressebetreuung überreichte mir Michael Tubes einige Unterlagen, die ich für das Jubiläum aktualisiert habe. Also erst einmal die Pressematerialien abgeladen und dann ein bisschen umgeschaut. Auch Bürgermeister Martin Behringer kam auf einen kurzen Abstecher ins Orga-Büro. So wie er, steht auch die Gemeinde fest hinter dem Elefantentreffen. Nicht ohne Grund, schließlich geben die Motorradfahrer schon einiges an Geld aus und das ET hat sich zu einem großen Wirtschaftsfaktor in der ansonsten eher strukturschwachen Gegend entwickelt. Wichtig ist aber vor allem das gute Verhältnis zu den Anwohnern und den Entscheidungsträgern. Hier hat das ET-Team tolle Arbeit geleistet und es sind viele freundschaftliche Beziehungen entstanden.
Am Abend ging es ins Schullandheim, wo ich in der Ferienwohnung einquartiert war und im Wohnzimmer übernachten konnte. Nette Mitbewohner und die Truppe im Sammelquartier gleich nebenan sorgten für Unterhaltung. Jungs, das hat echt Spaß gemacht Im Laufe des Donnerstag trafen nicht nur immer mehr Teilnehmer ein, auch die ersten Pressevertreter kamen an, so dass ich einiges zu tun hatte. Aber es blieb noch genug Zeit, für einen Gang durch die Arena, wo im späten Nachmittag auch die ersten Händler eintrafen, die ich seit einigen Jahren akquiriere und betreue. Die Stimmung auf dem Gelände war prima. An der Lagerfeuern, wurde gegrillt, gekocht und auch das Bier aufgetaut, während nebenan noch eifrig Schnee geschaufelt wurde, um Platz für das Zelt zu schaffen.
Am Freitag rollte die große Anreisewelle an. Freudig wurden Freunde und Bekannte begrüßt und nach den Anstrengungen der winterlichen Fahrt und des Zeltaufbaus das ein oder andere Bierchen genossen. Ein absoluter Höhepunkt waren die Skijöring Aktionen und Stockcarvorführungen. Auch die Vergleichsfahrten Pkw/Motorrad, wobei die Zwei- und Dreiräder siegten fanden viel Beifall. Ebenso wie das Feuerwerk am Samstag nach der Gedenkminute und dem Fackelzug. Bei strahlendem Sonnenschein herrschte die Atmosphäre, für die das Elefantentreffen berühmt ist.
Ein Schuss Lagerfeuerromantik, ein bisschen Abenteuer in der freien Natur, aber vor allem Gespräche mit Gleichgesinnten aus ganz Europa rund um das gemeinsame Hobby Motorradfahren. Verrückte und interessante Eigenbauten, liebevolle Detaillösungen, praktische Umbauten, alles wurde bewundert. Und sehen und gesehen werden gehören seit vielen Jahren ebenfalls mit dazu. Sofort ist man im Gespräch, wird eingeladen, es entstehen Freundschaften. Es ist eine Riesenparty in friedlicher Atmosphäre. Und die Pressevertreter, die zum ersten Mal beim Elefantentreffen waren, staunten über das verrückte Völkchen, das so scheinbar ohne jeden Anlass mitten im Winter friedlich feiert und dazu sogar manchmal tausende Kilometer anreist.
Doch alle haben sich von dieser Atmosphäre gefangen nehmen lassen, haben ein bisschen von dem Geist des Elefantentreffens aufgenommen, das vor 50 Jahren nach einer Anzeige von „Klacks“ seinen Anfang nahm und trotz der wechselvollen Geschichten immer noch viel von seinem Ursprungsgeist bewahrt hat. Das wünsche ich mir auch für die nächsten Jahrzehnte. Und natürlich, dass wir alle noch viele Elefantentreffen erleben können. Wie sagte doch Martin Franitza, Chefredakteur von Motorrad Gespanne: „Ohne das Elefantentreffen würde der Motorradszene etwas fehlen“.
Michael Lenzen - BallHupe 1/2006 - Seiten 10-14
Mehr Spass als Stress
 Bis vor drei Monaten kannte ich Elefanten nur als „Dickhäuter“ auf vier Beinen, mit einem langen Rüssel, riesengroß und als afrikanische oder indische Art anhand ihrer Ohrengröße zu identifizieren. In Natur kenne ich sie nicht nur aus dem Zoo, sondern auch durch einen Besuch im Krüger Nationalpark/ Südafrika im Jahre 2000. „Elefanten“ auf drei Rädern mit einem Benzin fressenden Motor waren mir neu. Heute weiß ich, dass es sich hier ursprünglich um Zündapp KS601-Motorradgespanne („Grüner Elefant“) aus den 50er Jahren des vorigen Jahrtausends handelte. Nun richtete der BVDM das 50. Elefantentreffen im „Hexenkessel“ in Solla/Loh Ende Januar 2006 aus und suchte noch helfende Hände.
Erst ein Jahr Mitglied im BVDM, von Natur aus verfroren und keinen richtigen Drang, in die Kälte zu fahren, da die Wetterprognosen Minustemperaturen im zweistelligen Bereich voraussagten. Aber neugierig war ich doch, so dass ich mich zum Helfereinsatz angemeldet habe. Am 26.Januar 06 mit Don Berchtold, Auto und Gespann auf dem Hänger (doch Weicheier?) auf nach Bayern (etwas mehr als 600 km zu fahren). Hotelquartier aufgesucht, Gespann abgeladen und die letzten zehn Kilometer im Gespann auf in den „Hexenkessel“.
Freudiges Wiedersehen mit Wolfgang Schmitz und Einteilung zum Helfereinsatz für Freitag und Samstag bei Ralph Dormagen im Orgabüro. Anschließend zu einem Schnupperrundgang (bereits im Helferdress) ins Gelände. Es herrschte schon ein reges Treiben. Viele Zelte waren aufgebaut und Lagerfeuer brannten. Am nächsten Morgen hatten wir dann die erste Schicht von 7 bis 10 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Haupteingang. Es war bitterkalt. Aber dank guter Thermowäsche doch auszuhalten. Gegen kalte Füße half nur die Bewegung und frisch gekochter Kaffee von der „Nachtschicht“. Als Entschädigung gab es einen super Sonnenaufgang im verschneiten Kessel. Auf dem Parkplatz sollten wir darauf achten, dass die dort ankommenden Motorräder nicht „dauerparken“.
Zum Jubiläum erwarteten wir doch eine große Anzahl von Teilnehmern. Ein buntes Völkchen, das ich da kennen lernte. Von meinem Schulfranzösisch war nicht mehr viel vorhanden, dafür klappte es mit Englisch ganz gut und mein vor dem Treffen begonnener Italienisch- Sprachkurs wird mir sicher beim nächsten Treffen weiterhelfen. Dort, wo absolut keine Verständigung möglich war, halfen Hände und Füße. Mit dem bayerischen Dialekt hatte ich anfangs auch so meine Probleme. Der nächste Einsatz war dann am Nachmittag von 13 bis 16 Uhr. „Arena freihalten“, da ja am nächsten Tag Skijöring und Stock-Car-Rennen stattfinden würden. War etwas anstrengend, da doch das geräumte Oval magisch anzog, dort ein paar schnelle Runden zu drehen. Ein Gespann mit fünf Leuten konnte ich dann leider nicht mehr daran hindern, ins Oval hinein zu fahren. Hier half nur meine Flucht in den Schnee. Die „Standpauke“ haben sich die lieben Leute dann bei der Ausfahrt aus der Arena bei Don abgeholt.
Der zweite Einsatztag am Samstag war der anstrengendste (knapp 16 Stunden). Wir hatten Frühschicht um 7 Uhr wieder auf dem Parkplatz beim Haupteingang. Ein Kommen und Gehen und von Kälteempfinden, so wie am Vortag, keine Spur mehr. Einige reisten bereits ab, dafür kamen viele wieder neu an und es war der Tag der Tagesbesucher. Die Zeit bis zur „Spätschicht“ verging wie im Flug. Durch die Attraktionen in der Arena am Nachmittag waren auch die in der „Freizeit“ befindlichen Helfer gefragt. Wir sollten die Schneewälle innerhalb der Arena von Zuschauern freihalten. Die Gefahr, dass ein Zuschauer von einem Schneeberg beim Skijöring oder Stock-Car- Rennen auf die Piste fällt, war doch sehr hoch.
Hier gab es dann auch das ein oder andere etwas härtere Wortgefecht mit uneinsichtigen Besuchern. Erwähnen will und muss ich hier, dass eine gegen mich gerichtete äußerst üble Verbalattacke zu einer Entschuldigung des Verursachers führte. Er hatte mich einige Zeit später am Haupteingang „abgepasst“. Damit war für mich ein negativer Beigeschmack weg. Abends dann noch drei Stunden an der Einlasskontrolle beim „Nickl“ am Köhlberg. Leider viel zu weit weg, um an der Gedenkminute für die verstorbenen Motorradfahrer so richtig dabei zu sein. Ich wäre auch gerne mit in den Gottesdienst nach Solla gegangen. Ein klein wenig wurde ich jedoch dadurch entschädigt, dass der Fackelzug an unserem Einsatzort vorbeizog. Und hier noch ein kleiner Erlebnisbericht: Zwei junge Männer, kaum 20 Jahre alt (einer davon in einem kurzärmeligen T-Shirt vor mir stehend) wollten gegen 21.30 Uhr noch auf das Gelände. Sie hatten vom Elefantentreffen gehört und wollten dabei sein, nur für ein paar Stunden, da sie am nächsten Morgen (und der war ja nicht mehr weit) wieder zurückfahren müssten, hoch in den Norden. Für die beiden war es schon ein Erlebnis, mit uns gesprochen und einen Blick auf das Gelände geworfen zu haben. Sie haben sich dann wieder auf den Nachhauseweg gemacht. Nächstes Jahr, so haben sie versprochen, kommen sie rechtzeitig. Körperlich müde aber emotional aufgeladen erlebte ich dann das abschließende Jubiläumsfeuerwerk. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an den Organisator.
Für mich persönlich habe ich das Feuerwerk auch als ein Dankeschön für meinen Einsatz gewertet. Mein Fazit: Die Stunden/Tage im Hexenkessel bei herrlichem Sonnenschein waren Stress, aber es war unheimlich viel Spaß dabei. Ich bin erst seit zwei Jahren Motorradfahrerin, nicht mehr die Jüngste, aber ich habe mich wohl- und vor allem geborgen gefühlt und wenn es machbar ist, bin ich im kommenden Jahr wieder dabei. Danke auch für die freundliche und herzliche Aufnahme im Helferkreis. Wir sehen uns wieder. Versprochen!!!
Dagmar Schreiner - BallHupe 1/2006 - Seiten 15 & 16
Viel Einastz, viele Aktionen
Viel Schnee bedeutete auch viel Schnee räumen. Am Montag vor der Veranstaltung konnte eine auf der Kreisstraße fahrende Schneefräse des Landkreises FRG nach Rückfrage beim Tiefbauamt in das Gelände umgeleitet werden und hat so den Hauptweg bis an die Arena frei gefräst. Im Veranstaltungsgelände und in der Rennbahn hat der von uns beauftragte private Radlader in 50 Arbeitstunden fast 500 Liter Diesel verbraucht. Der Fahrer (und Besitzer) Mathias Fink war an einigen Tagen bis spät in die Nacht engagiert! Viele Aktivitäten und viele Besucher machten viel Ordnereinsatz erforderlich: über 100 ehrenamtliche Helfer waren tätig, unterstützt von den Feuerwehren Solla und Lindau, dem Kreis- und Ortsverband Schönberg des BRK, den Ärzten der AMA, dem Schützenverein aus Solla, vielen Dank an alle! Viele Helfer bedeutete viel Nachfrage zu Quartieren. Wir konnten im Schullandheim Solla erstmalig eine Ferienwohnung und Sporträume anmieten und unseren Helfern als Sammelunterkunft anbieten. Da unsere Leute sich vernünftig verhielten und auch die Heimleitung zufrieden war, haben wir schon für das 51. ET gebucht. Viele Motor-Sportler waren aktiv für unser Sonderprogramm. Wir bedanken uns beim MSC Meidendorf, den Enduro-Freunden Bayerischer Wald und beim Deutschen Meister im Seitenwagen-Motocross Josef Brustmann für ein faszinierendes Ski-Jöring, beim Stock-Car-Club Solla für die Vorführung eines Winter-Stock-Car-Laufes und bei den Nachwuchsfahrern des MSC Röhrnbach für die Trialvorführungen.
Viele PS hat der bei der Stock-Car-Demo eingesetzte Audi TT Quattro: 360 aus einem 4,2 Ltr. V-8 Motor. Bei der Einfahrt der Aktiven ins Fahrerlager lockte der Sound aus den offenen Rohren (aus der Motorhaube ragend) die Schaulustigen ins Zentrum des Hexenkessels. Viel Engagement auch bei der Firma MEFO, die seit Jahren den Reifenservice beim ET stellt. Für die Motorrad-Sportler hat Firmenchef Joachim Liebl nicht nur zwei Sätze Startnummern gestellt, für die Erstplatzierten gab es insgesamt drei MEFO-Reifengutscheine! Der MEFO-Mann vor Ort, Anthony W. Seubert, hatte im Vorfeld begeistert eine Teilnahme am Skijöring geplant. Wegen zu viel Material im Transporter musste sein Solo-Crosser jedoch zu Hause bleiben. Viel zu wenig Pokale für die Aktiven! Dass beim Skijöring üblicherweise für jedes Mitglied eines platzierten Teams ein Pokal ausgegeben wird, wurde dem Veranstalter erst bei der Siegerehrung bewusst. Da es je Platzierung nur eine Trophäe gab, wurde eben diese dem Fahrer überreicht. Bei allen neun Ehrungen wiederholte sich das Gleiche: Fahrer (bei den Gespannen gemeinsam mit Beifahrer) reichten den Pokal an ihren Skifahrer weiter! Viel Können bewiesen der Deutsche Meister Josef Brustmann und sein Beifahrer Pit Steiner. Sie gewannen auf ihrem Meisterschaftsgespann mit ihrem Skifahrer Mathias Steiner nicht nur beim Skijöring in den Gespann-Klassen mit und ohne (!) Seitenwagenantrieb. Auch beim Vergleich mit dem Audi TT waren sie unschlagbar, obwohl sie wie für die Stock-Cars üblich, rechts herum den Kessel durchpflügen mussten! Viel Gesprächstoff bot der Auftritt der Meidendorfer in Loh auch bei den Ski-Jöring-Meisterschaftsläufen. Die besondere stadionähnliche Atmosphäre im Hexenkessel, die hohe Zahl von Zuschauern und Medien und auch die Vergleichsfahrten mit den Autos waren für die Aktiven offenbar ein besonderes Erlebnis.
Vielen Dank auch an den BVHK (Bundesverbandes der Hersteller und Importeure für Krafträder mit Beiwagen), der uns mit einer Gespannausstellung unterstützte. Neben aktuellen Maschinen von Falk und Horst Hartmann, Uli Jacken und Michael Ott war ein historisches BMW R51/3 Straßen-Renngespann von 1954 zu bewundern. Auch vom sportlichen Tausendsassa Max Schuster vom MSC Meidendorf waren drei eigene Gespanne ausgestellt: eine Skijöring-Maschine mit zwei Hinterrädern und einem angetriebenen Seitenwagenrad mit aufgebohrtem Yamaha XS 650-Motor und 110 PS, ein Yamaha- Motocross Gespann und ein Ossa-Trial-Gespann, alle in toprestauriertem Zustand! Vielen Dank auch an den guten Werkstatt-Dienst vom Stern Gespannservice. Eine Dankeschön auch an die jetzt „arbeitslosen“ ehemaligen Holzverkäufer vom MC Königsbrunn für ihre Jahrzehnte langen Einsätze beim ET! Da wir das gesamte Thema „Brennholz“ vom Einkauf über Bündeln, Lagern und Verkaufen vor Ort erfolgreich „privatisiert“ haben, waren die Königsbrunner zur Jubiläumsveranstaltung als Ehrengäste bereits ohne feste Aufgabe, das Gerücht von Hartz IV machte die Runde... Viele Besucher und viele neue Artikel beim BVDM-Verkauf und beim von uns lizenzierten Textilverkauf bedeuteten auch viel Nachfrage. Obwohl wir und unser Textil-Partner für die Jubiläumsartikel reichlich mehr Ware eingekauft hatten, waren einige Artikel bereits am Samstagvormittag ausverkauft. Für die Helfer wurden 50 Jahre- Aufnäher, -Pin‘s und auch T-Shirts mit Einstickung rechtzeitig zur Seite gelegt. Viele Zuschauer waren begeistert vom grandiosen Feuerwerk am Samstagabend. Wegen der Höhenlage und der klaren Sicht war das Feuerwerk weithin sichtbar. Die Feuerwerker sind selber aktive Motorradfahrer und hatten ihr gesamtes Können in eine fulminante Feuerschau gesteckt!
Das Elefantentreffen ist vorbei und es war super: tolle Stimmung, besondere Aktivitäten und fast zuviel Schnee.
Wolfgang Schmitz - BallHupe 1/2006 - Seiten 18 & 19
Elefantentreffen 2006
Der BVDM bedankt sich bei 5100 Teilnehmern und 2750 Tagesbesuchern. Das 50. Treffen hat mit seinen gelungenen Überraschungen viele Besucher und auch viel Resonanz in den Medien gefunden. Es wird eine Dokumentation der Jubiläumsfeier auf DVD geben, dazu demnächst hier mehr Information.
Wir bedanken uns besonders bei den aktiven Sportlern des MSC Meidendorf, den Enduro-Freunden Bayerischer Wald und beim Deutschen Meister im Seitenwagen-Motocross Josef Brustmann für Ski-Jöring, dem Stock-Car-Club Solla für die Vorführung eines Winter-Stock-Car-Rennens und bei den Nachwuchsfahrern des MSC Röhrnbach für die Trialvorführungen. Ein besonderer Dank geht ausserdem an den Rennsportclub Pfaffenhofen, der unsere Gäste an der A92 wieder mit heissen Getränken versorgte.
Wir freuen uns schon jetzt auf unserer 51. Elefantentreffen, das vom 26. bis 28. Januar 2007 wieder im Hexenkessel von Loh stattfinden wird und laden euch alle schon jetzt herzlich ein.
Und hier die Zahlen:
Teilnehmer
5100 Motorradfahrer, 2750 Tagesbesucher. An allen 50 Treffen hat Horst Hartmann (72), erfolgreicher Motorradsportler und Gespannbauer, teilgenommen.
Älteste Teilnehmerin
Hella Rathke, 60 Jahre
Ältester Teilnehmer
Günter Schaaf, 77 Jahre
Jüngste Teilnehmerin
Rita Zeilinger, 19 Jahre
Jüngster Teilnehmer
Benjamin Dörr, 17 Jahre
Größter Club
BMW-Motorrad-Club Viscontea aus Mailand mit 53 Teilnehmern
Weiteste Anfahrt
Damen
Liudmila Sopotova aus Jaruslavel (Rußland) mit 2980 km
Herren
Alexander Dzhalagoniya, Alexander Vardaniants und Iakov Shevekev aus Sochy (Russland) mit 4646 km
Schönster Eigenbau
Manfred Didjurgis (KS 601 Basis mit Motor Goliath-Hansa)
Wettbewerbe
Holzsägen
Claus Dewitz mit 5,2 Sekunden
Tauziehen
Verbogene Arschgeigen aus Landshut
Demonstrationsfahrten
Skijöring Soloklasse
Hans Hebauer mit Skifahrer Dani Menath
Skijöring Gespanne
Josef Brustmann mit Beifahrer Bit Steiner und Skifahrer Mathias Steiner
Stock-Car-Club Solla
Platz 1: Stefan Ed, Platz 2: Christina Berndt, Platz 3: Herbert Hofmann
Vergleich Auto/Gespann
Sieger: Josef Brustmann vor Stefan Preiß (Audi TT V8, 360 PS)
Auch beim Vergleich Stock-Car / Solomotorrad siegte der Zweiradfahrer
Wolfgang Schmitz - Februar 2006
Weitere Bilder gibt´s hier:
Elefantentreffen 2006 (Bilder von Wolfgang Schmitz, BVDM)
http://www.tourenbiker.de.vu (Bilder von JoJo, auch von den Vorjahren)
Weitere Bilder zum Skijöring gibt´s hier:
Skijöring des MSC Meidendorf (Bilder von Wolfgang Schmitz, BVDM)
Einen TV-Mitschnitt der BR-Reportage zum ET findet Ihr hier:
http://www.off-clan.de
Weitere Berichte über das 50. Elefantentreffen findet Ihr hier:
http://www.br-online.de/bayern-heute
http://www.br-online.de/land-und-leute
Bücher zum Elefantentreffen gibt´s hier:
Aktueller Bericht vom Elefantentreffen:
Bereits über 1.800 Unerschrockene haben sich mittlerweile im “Hexenkessel” eingefunden. Eisige Temperaturen und Schnee in Hülle & Fülle sind ideale Voraussetzungen für ein Jubiläum erster Güte.
Als besonderes Highlight zum Jubiläum tragen Vereine aus der Nachbarschaft mit verschiedensten Events zu einem aussergewöhnlichen Rahmenprogramm bei. Mit dabei der Stock-Car-Club Solla, der Motorsportclub Meidendorf, der Motorsportclub Röhrenbach und viele mehr. Sie alle demonstrieren dem Publikum ihre jeweilige Sportart: Stockcar-Vorführungen mit einem Audi Quattro mit ca. 320 PS, sowie mit Motorradgespannen, Trial und Solomotorrädern gehören ebenso zum Programm wie Skijöring (-> http://www.skijoering.de ) und eine Gespannausstellung, bei der z.B. das Deutsche Meisterschaftsgespann von 1956 oder Gespanne mit angetriebenem Beiwagenrad zu sehen sind.
Im Hexenkessel eingetroffen sind bereits Josef Brustmann, der Deutsche Motocross-Side-Car-Meister 2005 und Horst Hartmann, der an diesem Wochenende ein einmaliges persönliches Jubiläum feiern darf: Seine 50ste Teilnahme am Elefantentreffen !!!
Am Samstag um 22.00 Uhr wird mit einem professionellen Feuerwerk der eigentliche Höhepunkt des Jubiläumstreffens stattfinden.
Wir freuen uns auf Eure Ankunft in Solla und wünschen Euch eine angenehme Reise ;-)
Christian Könitzer - 26. Januar 2006, 23.30 Uhr
Zurück zu den Wurzeln - Jubiläum im Zeichen der Gespanne
Vom 27.-29. Januar 2006 findet das 50. Elefantentreffen statt.
Vor einem halben Jahrhundert hatten sich etwa 20 Motorrad-Gespanne vom Typ Zündapp KS-601 – auch „grüner Elefant“ genannt – erstmals mitten im Winter zu einem Motorradtreffen zusammengefunden. Damals ahnte wohl keiner der Teilnehmer, dass sich diese Veranstaltung zum größten Wintertreffen Europas entwickeln sollte.
Nach wie vor lebt unser Elefantentreffen von den Teilnehmern, also von Euch und natürlich von Euren fahrbaren Untersätzen. So hat z.B. die Zahl der Solomotorräder längst die Zahl der Gespanne auf dem Treffen überholt. Um Euch auch das dreirädrige Motorradfahren näher zu bringen, wollen wir unser Jubiläums-Treffen ganz in’s Zeichen der Gespanne stellen. Als Hommage an die Gründer um Ernst „Klacks“ Leverkus und Ihre dreirädrigen Elefanten und um zu den Wurzeln zurückzukehren.
Viele Mythen und Geschichten ranken sich mittlerweile um unser Treffen, viele von Euch verbinden eigene Erfahrungen und Erinnerungen mit unserem ET. Ihr alle habt in den letzten Jahren zu einer unbeschreiblichen Atmosphäre beigetragen. Wir haben dazu nur den Rahmen gestellt. Bewusst haben wir auf große Bierzelte und zentrale Veranstaltungen verzichtet, das Treffen habt Ihr gestaltet. Das bleibt natürlich auch beim Jubiläumstreffen so. Trotzdem wollen wir die Gespannszene in allen Facetten beleuchten und haben uns dazu schon einige Gedanken gemacht, lasst Euch überraschen…
Besonders freuen würden wir uns natürlich, wenn wir zum Jubiläum viele „Wegbegleiter“ im Bayerischen Wald begrüßen dürften. Wir möchten deshalb an dieser Stelle alle früheren Mitstreiter, Organisatoren, Helfer und natürlich auch alle Teilnehmer, die schon länger nicht mehr dabei waren, recht herzlich einladen, dieses einzigartige Jubiläum mit uns zu feiern.
Natürlich lebt eine Veranstaltung dieser Größenordnung auch von den vielen fleißigen Helfern und Ordnern rund um unser Orga-Team. Besonders zum Jubiläum gibt es eine Vielzahl von Aufgaben und Betätigungsfeldern, in denen Ihr Euch vor Ort einbringen und so bei diesem außergewöhnlichen Jubiläum aktiv dabei sein könnt.
Ihr erreicht den “Hexenkessel“ in Solla/Loh im Bayerischen Wald über die A 3, Ausfahrt Hengersberg. Ab dort ist der Weg zum Treffen ausgeschildert.
Bei Interesse an einer Helfertätigkeit meldet Euch bitte bei unserer Geschäftsstelle.
Webtipps:
http://www.bvdm.de
http://www.thurmansbang.de
Christian Könitzer - November 2005
Elefantentreffen 2005
Reichlich Schnee, ordentliche Minustemperaturen, keine Quads: Die Voraussetzungen für ein gelungenes Elefantentreffen 2005 waren also gegeben. Als ich mich am Donnerstagmorgen auf den Weg machte, waren die Bedingungen prima, die Autobahnen schnee- und staufrei, der Himmel klar. Das Motorrad bepackt, doch das Zelt blieb zu Hause. Wenigstens nachts wollte ich als Helfer auf die angenehme Wärme einer Wohnung nicht verzichten. Ich gestehe: Zu den ganz Harten muss ich wirklich nicht gehören.
Ganz so kalt wie im Bayerischen Wald war es in Köln nicht, also unter der Kombi noch ein bisschen Luft gelassen und los ging’s. Doch bei Tempo 120 drang nach einer knappen halben Stunde Fahrt die Kälte zum Oberkörper und zu den Fingern durch. Also wurde der erste Stopp fällig. Noch ein Fleece-Shirt unter die Jacke, die Unterziehhandschuhe an, und weiter geht’s. Ein paar Kilometer weiter auf der A 3 überhole ich ein Fahrzeug mit Anhänger, auf dem zwei Motorräder stehen. Das Aachener Kennzeichen und die Aufschrift am Auto machen mir klar: Das ist Händler Ralf Maischak, der auf dem ET zum ersten Mal vertreten ist und heizbare Bekleidung der Firma Sonhart anbietet. Gut 400 Kilometer später treffen wir uns dann beim Tanken an einer Raststätte wieder. Er bietet mir auch gleich heizbare Handschuhe und Jacke zum Testen an, doch die Umzieherei ist mir im Moment zu lästig und die letzten 100 Kilometer wird es wohl auch nicht viel kälter werden. Doch, na klar, schon wenige Kilometer später wünsche ich mir, ich hätte das Angebot angenommen. Die Kälte hat sich trotz Heizgriffen und Handprotektoren den Weg zu den Fingern gebahnt. Dank der warmen Abluft der Zylinder, (ein Vorteil des Boxermotors) sind meine Füße warm, aber Beine und der Oberkörper sind ziemlich ausgekühlt. Das ist nun auch egal, denn ich treffe auf der Bahn immer mehr Motorräder, und als ich in Hengersberg die Autobahn verlasse, sehe ich vor mir eine Gruppe italienischer Motorradfahrer, der ich mich anschließe. Die Straßen sind gut geräumt.
Nach 600 Kilometern erreiche ich ziemlich durchgefroren den Hexenkessel von Loh und bin froh, mich nach der Begrüßung im Orga-Büro erstmal aufwärmen zu können. Der harte Kern der Helfer um Wolfgang, Hein und Horst ist schon seit Montag kräftig im Einsatz. Es ist alles aufgebaut und es sind auch schon einige Besucher da. Am Montag waren die Anreisebedingungen wesentlich schwieriger, wie Michael Tubes erfahren musste, der wegen Glatteis die letzten Kilometer auf den vierrädrigen Untersatz von Bernhard Schulze zurückgreifen konnte. Ich habe mich aufgewärmt und fahre zum Quartier nach Solla, wo schon einige andere Helfer ihr Lager aufgeschlagen haben. Nachdem ich meine Siebensachen ausgepackt habe geht’s wieder zum Hexenkessel, wo ich eine erste Runde über das Gelände mache. Noch stehen nur vereinzelt Zelte da, rauchen nur einige Lagerfeuer, doch noch im Laufe des Abends füllt sich das Areal weiter mit Winterfahrern. Die ersten Händler sind auch schon da und bauen ihre Stände auf. Auch Ralf Maischek, den ich schon auf der Autobahn getroffen habe, richtet sein Verkaufszelt her, damit er morgen seine heizbare Bekleidung präsentieren kann. Das Wetter dazu ist ideal, denn wird richtig kalt. Bis zu Minus 15 Grad fällt die Quecksilbersäule in der Nacht. Wie gut, wenn man einen ordentlichen Schlafsack oder ein warmes Zimmer hat. Aber die Teilnehmer des ET wissen, wie man sich warm hält, und das wird das ganze Wochenende über nötig sein.
Am Freitagmorgen hat mich Renate von 8 bis 10 Uhr an der Kreuzung in Solla eingeteilt. So früh ist fast nichts los, lediglich ein paar Anwohner kommen an und einige Teilnehmer, die sich im Edeka noch ihr Frühstück besorgen. Die Zeit schleicht und richtig hell wird es auch nicht, es bleibt grau in grau. Und wirklich das Einzige was mir bei diesem Elefantentreffen gefehlt hat, war die Sonne. Zum Fotografieren waren die Voraussetzungen also nicht optimal, dafür war die Stimmung der Teilnehmer super. Positiv war dagegen und es wurde von den meisten begrüßt, dass der BVDM die Quads nach negativen Erfahrungen in den vorigen Jahren verboten hat. Nur noch Manni mit dem BVDM-Quad und Rote-Kreuz-Leute sind noch auf vier Rädern im Gelände unterwegs.
Es wird ein friedliches, fast gemütliches Treffen, das sich damit wieder sehr seinen Ursprüngen genähert hat. Das mag aber auch daran liegen, dass nur 3830 Teilnehmer und 1750 Tagesbesucher zum 49. Elefantentreffen gekommen sind. Da die Fixkosten enorm hoch sind: Bauzaun, Schneeräumen, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Holz, Strom, Toiletten oder Wasser müssen bezahlt werden, trägt der BVDM mit der Veranstaltung ein hohes finanzielles Risiko. Und die Eintrittspreise sind im Vergleich mit anderen Treffen, etwa am Nürburgring, niedriger. Es kamen wieder viele treue Elefantentreiber aus Italien, Tschechien, Österreich, Niederlanden, Spanien oder Großbritannien. Die weiteste Anreise bei den Damen hatte Sue Oakley aus Hudders Field in Großbritannien, die 1129 Kilometer zurückgelegt hatte. Bei den Herren ging der Pokal für die weiteste Anreise an Antonio Hermandez, Agosta Isaac und Manuel Gonzales Hermandez, die 3892 Kilometer aus Teneriffa angereist waren. Als älteste Teilnehmerin wurde die 47-jährige Irmgard Zaillinger geehrt. Ältester Teilnehmer war Ewald Weißmann aus Bochum, mit 72 Jahren. Gerade einmal 17 Jahre alt ist die jüngste Teilnehmerin, Rita Zaillinger und 16 Jahre alt ist Benjamin Dörr, der als jüngster Teilnehmer auf dem eigenen Motorrad ausgezeichnet wurde. Der Pokal für den größten Club ging schon traditionsgemäß an den BMW Moto-Club aus Visonteo, Italien, die mit 37 Mitgliedern das Treffen besuchten.
Richtig schwer fiel Bernhard und mir die Prämierung des schönsten Eigenbaus. Nach reiflicher Überlegung kürten wir das handwerklich toll gemachte Dnjepr-Gespann von Martin Bäumler zum Sieger. Auf Platz zwei kam der der Three Wheeler Peugeot 305 von Kenneth Chaplin aus Großbritannien. Spannend ging es auch beim Holz sägen zu, das Karl Huber aus Landsberg/Lech vor Martin Drieslein und Wolfgang Schilferth gewann. Beim Tauziehen langten die Vorjahressieger „Feuchte Banditen“ erneut am kräftigsten zu und verwiesen „die vogelwilden Bremser“ und den MC Bernried auf die Plätze. Dafür bewies der MC Bernried bei den Schneeskulpturen das geschicktere Händchen und präsentierte eine Suzuki GSX R. Das war auch schon das kleine Programm, ansonsten sind sich die Teilnehmer auf dem Treffen selbst genug, sie brauchen keine Animation oder gar ein Unterhaltungsprogramm. 
Auch Helmutz Nestler mit seiner Zündapp KS 601, dem einzigen Grünen Elefanten auf dem Gelände, genoss die besondere Atmosphäre. Seit 1956 ist er, mit Ausnahme der Treffen am Salzburgring immer dabei gewesen. „Bei den ersten Treffen war ich mit meinem Vater dabei“, erzählt der gebürtige Thüringer, der sich intensiv mit der Zündapp-Geschichte beschäftigt hat. Für ihn ist klar, dass er auch beim 50. Elefantentreffen im nächsten Jahr wieder dabei ist.
Zum Jubiläum wird es einige Überraschungen geben. Es lohnt sich also ganz besonders, wieder in den Hexenkessel nach Loh zu kommen. Meine Rückfahrt verlief bis auf ein Schneegestöber hinter Frankfurt problemlos und fast warm, da ich die heizbare Weste und Handschuhe der Firma Sonhart testete. Allerdings ohne einen Regler und mir wurde es an den Händen zu heiß, bis passend zum Schneegestöber die Sicherung durchbrannte. So wurden die letzten zwei Stunden Fahrt noch einmal richtig kalt. Ein intensiver Test folgt in der nächsten Ballhupe.
Michael Lenzen - BallHupe 1/2005 - Seiten 16-20
Die Bilder gibt´s hier:
Elefantentreffen 2005 (Bilder von Wolfgang Schmitz, BVDM)
http://www.tourenbiker.de.vu (Bilder von JoJo, auch von den Vorjahren)
Und hier gibt´s die Statistik und die Ergebnisse der Wettbewerbe.
Webtipps:
http://www.bvdm.de
http://www.br-online.de/land-und-leute/artikel/0501/28-elefantentreffen/index.xml
Elefantentreffen 2004
Bereits zum 16. Mal organisierte Ende Januar ein eingespieltes Team Europas ältestes Wintertreffen in Thurmansbang/ Solla.
Die erste Helferwelle für das Elefantentreffen rollte bereits am Wochenende vorher an. Je weiter wir uns Solla näherten, desto mehr Schnee war an den Straßenrändern aufgetürmt. Auf freien Flächen dürften es 50-60 cm pulvriger Neuschnee gewesen sein. Unsere erste Tätigkeit am Montagmorgen war Schnee schaufeln, um die Schlagläden der Orga-Hütte aufzubekommen. Bereits im Vorfeld zeichnete sich eine geringere Zahl an Helfern ab. Krankheit und persönliche Umstände sorgten dafür, dass einige gut eingearbeitete Freunde nicht zur Verfügung standen. Schön ist, dass immer mehr schon in der Woche vor dem Treffen zum Aufbauen kommen. Dadurch und durch die Hilfe der Einheimischen kam in diesem Jahr in der Aufbauphase nie das Gefühl auf, zu wenig Leute zu sein. Trotzdem wäre es schön, wenn sich die Arbeit im nächsten Jahr wieder auf mehr Hände verteilen würde. Als erstes wurde die Befahrbarkeit des Geländes durch den fast zweitägigen Einsatz eines Radladers ermöglicht, der den Schnee teils meterhoch auftürmte. Die Wege waren trotzdem mit Vorsicht zu genießen, da es teilweise eine Mischung aus 25 cm durchwühltem Schnee mit darunter liegendem gefrorenem Boden gab.
Nachdem im letzten Jahr das Eingangstransparent erweitert wurde, sollte es dieses Jahr, auf Anregung einiger Teilnehmer, als Neuerung einen zusätzlichen Toilettenwagen mit Servicepersonal geben. Dafür mussten eine neue Freileitung für den Lichtanschluss und ein Wasseranschluss gelegt werden. Bürgermeister und Bauhof waren frühzeitig mit einbezogen und haben uns tatkräftig unterstützt. Auch dass der alte Hydrant undicht war und kurzfristig ein neuer Wasseranschluss gesetzt werden musste, stellte, wie so vieles in dieser Gegend, kein unüberwindbares Problem dar. Obwohl der Toilettenservice nicht kostenfrei angeboten wurde, ist er von den Teilnehmern und vor allem den Tagesbesuchern gut angenommen worden.
Die Telefonanlage und das Eingangstransparent aufbauen, die Schneezäune und den Bauzaun an der Straße errichten, Wasserstellen vor Ort bringen und anschließen, Anfahrtswege ausschildern und Feuerlöscher verteilen waren die Aufgaben, die bis Donnerstagmittag stressfrei bewältigt wurden. Mit dazu beigetragen hat das für diese Arbeiten vertretbar gute Wetter. Der zeitweise leichte Schneefall behinderte nicht bei der Arbeit.
Die Abende verbrachten wir in geselliger Runde bei einem Bier in der Orga-Hütte oder im Matratzenlager. Anders sah es für die Anreisenden Motorradfahrer aus. Fast ganz Deutschland hatte ab Mitte der Woche mit Schnee zu kämpfen. Für die Lkw im Landkreis Freyung/Grafenau galt Mitte der Woche Schneekettenpflicht. Dem entsprechend sah es am Donnerstag mit den Teilnehmerzahlen noch nicht so gut aus. Wie wir später hörten, haben viele der Motorradfahrer eine ungeplante zusätzliche Übernachtung eingelegt.
Ab Freitag haben wir auf Grund der geringen Helferzahl zusätzliche Hilfe von den Feuerwehren Thurmansbang-Lindau und -Solla in Anspruch nehmen müssen. Die Verkehrsregelung im Bereich der Kreuzung und auf der Straße bis Köhlberg wurde von den Feuerwehren durchgeführt. Dadurch war eine deutliche Entlastung unserer Leute zu spüren. Hinzu kommt, dass sich durch Aufrufe im Internet und persönliche Ansprache vor Ort einige Teilnehmer zu einem Helfereinsatz bereit erklärten. Wichtig war es, dabei herauszustellen, dass dieser Einsatz nicht an eine Mitgliedschaft gebunden ist und auch in erster Linie nicht dem BVDM, sondern dem Elefantentreffen zu Gute kommt.
Die Holzverkauftruppe aus Königsbrunn hatte in diesem Jahr einen großen Küchenherd mit Benzin- und Spiritusbrennern mitgebracht. Das Ergebnis dieser Konstruktion war ein hervorragender Schweinebraten mit Reibeknödeln und Rotkohl. Schon seit vielen Jahren lassen sich die Jungs jedes Jahr etwas Neues einfallen und transportieren es auf ihren Gespannen an den Hexenkessel. Ein Königsbrunner hatte eine Kanadierin mitgebracht, die in kürzester Zeit in die bayerischen Eigenarten des Holzverkaufs eingewiesen wurde. Zahlungsunwillige Holzkunden wurden mit einer extra zu diesem Zweck gebauten Senfkanone beschossen.
Die Eintrittspreise wurden in diesem Jahr nach einiger Konstanz an die gestiegenen Kosten angepasst. Teilnehmer mit Zelt zahlen jetzt 18 Euro pauschal, Tagesgäste 5 Euro pro Tag. Diese notwendige Maßnahme wurde ohne große Diskussionen von den Motorradfahrern akzeptiert.
Nachdem es von Donnerstag auf Freitag eine Temperatursteigerung gab, wurden die Straßenverhältnisse schlagartig besser. Auf den jetzt trockenen Straßen kamen unsere lang erwarteten Teilnehmer doch noch. In der vielstimmigen Schlange an der Kasse standen Spanier, Italiener, Franzosen, Österreicher, Tschechen, Slowenen, Belgier, Niederländer, aber auch einzelne Iren, Engländer, Skandinavier, Polen, Russen und viele Deutsche.
Am Freitagabend kam es unterhalb von Köhlberg, auf einer in diesem Jahr nicht mehr angemieteten Fläche, zu einem lustigen Helfereinsatz. Auf einem Rundgang gegen 21 Uhr hatte ich beobachtet, wie im Tiefschnee außerhalb des Veranstaltungsgeländes ein Zeltplatz freigeschaufelt wurde. Verstärkt durch einen Veranstaltungsleiter und eine kleine Eingreiftruppe mussten wir dies etwas später als Fehlalarm verbuchen. Wie sich herausstellte, hatten einige Teilnehmerkinder im Schutz der Dunkelheit gespielt und dabei einige Kubikmeter Schnee bewegt.
Am Samstag waren es, bei strahlendem Sonnenschein, dann überwiegend die Motorradfahrer aus dem bayerischen Raum, die zum zufrieden stellenden Gesamtergebnis beitrugen. Nett anzuschauen war auch eine Gruppe mit Oldtimern aus Tschechien. Die ordentlich restaurierten Fahrzeuge aus den 50er Jahren waren mit Stollenreifen und Anhängern ausgestattet. Nach eigenen Angaben haben sie für die etwa 130 km lange Anreise etwa vier Stunden gebraucht.
Die Fernsicht auf die etwa 40 km entfernt liegenden Berge des Nationalparks und der hoch aufgetürmte Schnee bildeten die Kulisse für ein friedliches Zusammentreffen der Motorradfahrer Europas. In der mehrsprachigen Ansprache am Abend gab es dennoch einige Kritikpunkte, die angesprochen werden mussten. Die zunehmende Anzahl der Quads und nicht zugelassener Fahrzeuge stellt, vor allem durch die nicht angepasste Fahrweise der Fahrer, ein so nicht mehr akzeptables Sicherheitsrisiko dar. Weiter wurden in der Nacht zwei etwa 15 Meter hohe Fichten gefällt ohne dass die Täter ermittelt werden konnten. Es ist eher dem Zufall zu verdanken, dass es nicht zu Personen- oder größerem Sachschaden kam, da ein Baum zwischen Zelte und Motorräder fiel. Die Anzahl der Clubs, die mit Transportern ihre Ausrüstung mitbringen, ist leider immer noch hoch. Holz mit Nägeln und Möbel vom Sperrmüll möchten wir auf einem Motorradtreffen nicht haben.
Mein Gesamteindruck ist, dass die Teilnehmer überwiegend ruhiger und vernünftiger als noch vor etwa fünf Jahren sind. Auch als Helfer hatte ich in diesem Jahr genug Zeit, Freunde an ihren Feuern zu besuchen und internationale Kontakte zu pflegen. Die schönen Erlebnisse findet man eher abseits der überfüllten Hauptwege. Eine Gruppe, die sich Holy Riders nennt, verteilte Bibeln an die Teilnehmer. Unser französischer Freund Jean-Claude Vogel ist, obwohl er im letzten Jahr krankenhausreif zugerichtet wurde, wieder freudestrahlend mit seinem Allradgespann zum Treffen gekommen. Helmut aus Passau hat sich trotz Gipsarm mit seinem KS601- Gespann zum Elefantentreffen fahren lassen und wer genau hinhört, findet auch noch die gemütlichen Lagerfeuer an denen zur Gitarre gesungen wird. Viele Gesichter kennen wir seit vielen Jahren, die BVDM-Helfer werden akzeptiert und immer wieder eingeladen. Genauso vielfältig wie die Nationen der Teilnehmer sind die angebotenen Getränke. Grappa, Slibowitz, französische oder italienische Rotweine schmecken nach einem ruhigen Helfereinsatz bei langjährigen Bekannten am Lagerfeuer besonders gut.
Nachdem am Sonntag alles wieder abgebaut und verstaut war, zog es die übrig gebliebenen Helfer in ein nahe gelegenes Brauhaus zum gemütlichen Abschluss. Dort gab es nach einer kurzen Ansprache durch die Veranstaltungsleiter Ehrenpokale und Urkunden für Christel Orlowski für ihre langjährige Tätigkeit an der Kasse und für Ferdi Goldammer mit fast 74 Jahren als ältestem Helfer. Diese Ehrungen sollen aber auf keinen Fall ein Abschied sein. Es galt einfach, einmal die besondere Leistung herauszustellen und wir wünschen uns, dass sie uns noch ein paar Jahre tatkräftig unterstützen. Bei der anschließenden Verlosung von drei Sicherheitstrainings unter allen Helfern sind als Gewinner Uwe Garben, Sebastian Swintek und Matthias Ziegler ermittelt worden.
Später am Abend haben wir dann nach etwas Nachrechnen festgestellt, dass Bernhard Schulze jetzt 21 Jahre die Lautsprecherdurchsagen macht. Damit hat er die Dienstzeit seines Vorgängers Karl-Julius Holthaus erreicht (1961-1982). Dies dürfte damit wohl der einzige Posten sein, der in der Geschichte des Elefantentreffens von nur zwei Personen besetzt wurde. Wie in den letzten Jahren gibt es wieder viele Berichte und Bilder zum Elefantentreffen im Internet. Unser Fotograf Jojo hat bereits seine zahlreichen Bilder dem BVDM zur Verfügung gestellt. Hier sein Link: http://www.tourenbiker.de.vu. Die Diskussionen in verschiedenen Foren sind durchweg positiv, aber auch hier sind die vierrädrigen Quads und nicht zugelassenen Dreiräder ein negativer Punkt. Von vielen Teilnehmern wird eine Einschränkung auf Einsatzfahrzeuge gefordert. Hier ist sicher das Organisatorenteam gefordert, im Vorfeld ein Verbot bekannt zu geben oder noch eindeutigere Grenzen zu setzen.
Abschließend kann man von einer gelungenen Veranstaltung sprechen. Vielen Dank an alle Beteiligten für ihren engagierten Einsatz. Von der Polizei, der örtlichen Presse, den Behördenvertretern, Ärzten und Besuchern gab es sehr viel Lob für dieses gemütliche, insgesamt ruhige Treffen. Die Teilnehmerzahlen sind jetzt seit einigen Jahren relativ konstant. Wenn es gelingt, die Kosten im Rahmen zu halten und den Trend zu einem ruhigeren Treffen auch in der Motorradpresse herauszustellen, hat das Elefantentreffen sicher auch weiter seinen festen Platz im Kalender der Winterfahrer. Alle Helfer sind vom 23.-25. Juli zum Helfer-Sommertreffen auf das Clubgelände des LV-Rhein-Ruhr in der Eifel herzlich eingeladen. Eine genaue Einladung bekommen alle noch per Post.
Wichtige Fragen, die unseren Helfern gestellt wurden:
 Vor der Veranstaltung im Internet:
Stimmt es, dass auf dem Treffen nicht mehr gezeltet werden darf?
Vor Ort, angesichts der vielen auf der Straße geparkten Motorräder:
Darf man da auch mit dem Motorrad rein?
Nach der Antwort fuhr der Teilnehmer mit 180er Reifen bedenkenlos in das Gelände.
An der Durchfahrtssperre für Autos in Solla:
Immer wieder:
Wie kalt war es in der Nacht?
Wenn man der belauschten Handydurchsage am Samstag bei strahlendem Sonnenschein glauben will: Bitterkalt, mindestens minus 12°C. Dies dürfte um etwa 5°C übertrieben sein, aber ein echter Winterbiker ist man eben erst bei zweistelligen Minusgraden. Falls es dies nicht schon gibt, wäre ein Thermometer im Handy sicher eine innovative Neuerung für Winterfahrer.
Ein Zeitungsreporter aus Grafenau:
Was machen Sie am Tag nach dem Elefantentreffen, sind Sie froh das es vorbei ist?
Die Antwort eines zufällig anwesenden Helfers: Ich freue mich auf das nächste Elefantentreffen!
Dem kann ich mich nur anschließen. Für mich persönlich war es eines der schönsten Elefantentreffen der letzten Jahre. Ich freue mich jetzt schon darauf, die ganze Helfertruppe im Sommer in der Eifel wieder zu sehen.
Michael Tubes - BallHupe 1/2004 - Seiten 9-13
Ergebnisliste der Wettbewerbe/Teilnehmerzahlen:
Teilnehmer: 4450
Tagesbesucher: 2250
Weiteste Anfahrt Damen: Marie Terrier aus Grenoble (Frankreich), Entfernung: 1350 km
Weiteste Anfahrt Herren: Alexandre Roubtsov aus Samara (Russland), Entfernung: 3900 km
Älteste Teilnehmerin: Hella Ratke (58), Honda CB 500
Ältester Teilnehmer: Jan Olsen, 79 Jahre, aus Oostende mit BMW K100-Gespann
Jüngste Teilnehmerin: Rita Zeilinger, 17 Jahre, aus Schmidmühl, mit Honda Rebell
Jüngster Teilnehmer: Andreas Sedlmeier, 18 Jahrem aus Pocking, mit Yamaha DT 125
Größter Club: BMW MC Visconteo mit 55 Personen aus Italien
Schönster Eigenbau mit TÜV: 1. MZ 250 TS-Gespann von Roland Töppich aus Fürth
Schönster Eigenbau ohne TÜV: 1. Suzuki RM 80-Gespann von Andy Michelitsch aus Langenpreisingen
Holzsägen: 1. Martin Reislein (8,4)
Tauziehen: 1. Feuchte Banditen
Ehrenpreis zur Erinnerung: Sheri Blackwell aus Vancouver Island (Kanada) für Hilfe beim Holzverkauf
Wie ein Helfer das Elefantentreffen erlebte
Es ist schon komisch, da war ich eben noch in der Sauna und hatte eine Gänsehaut. Wie das geht? Na, ich dachte an das vergangene Wochenende! Ich sah viele Maschinen, voll bepackt mit allem was man so braucht, von überall kamen sie her. Aus Italien, Spanien, Österreich und der Schweiz, aus Polen und der Slowakei und ich habe gehört, es sollen sogar Weißrussen da gewesen sein.
Du hast es gemerkt, ich war auf dem Elefantentreffen im Bayerischen Wald. Ich war nicht einfach so beim ET, ich war einer der Helfer und will versuchen, zu erzählen, wie es war, um den einen oder anderen neugierig zu machen, damit er sich vielleicht beim nächsten ET selbst mal meldet und mithilft, denn es waren zu wenige Helfer da. Außerdem will ich versuchen, den einen oder anderen Autofahrer dazu zu bringen, beim nächsten Elefantentreffen doch bitte sein Motorrad aus dem Stall zu holen und den Wagen zu Hause zu lassen, denn nur mit Motorrad oder Seitenwagen, kann man sagen, jedenfalls ohne rot vor Scham zu werden: Ja ich war auch dabei und es war geil!
Bei der Anreise, Samstag vor dem Treffen, hatte ich die Wahl, entweder sonntags bei Schnee, oder samstags bei -10 bis -15 Grad, aber bei Sonnenschein anzureisen. Ich entschied mich für die Sonne und den blauen Himmel. Also warm einpacken und dann los! Als ich dann in Loh mit meiner GS ankam, wurde ich schon freudig von Helga begrüßt. Ob sie mich wohl noch kannte? Ich war schon 2003 als Helfer dabei, damals ließ ich aber mein Zelt zu Hause und bevorzugte die Übernachtung in der extra fürs Treffen angemieteten Ferienwohnung. Aber 2004 wollte ich zelten, denn am Mittwoch sollte ja Herbert eintreffen und mit dem zusammen wollten wir unsere Schneeburg errichten.
Von den Leuten des BVDM war noch niemand da, also schlenderte ich über den Platz, denn es waren auch schon vier Motorräder da, und ich suchte die Besitzer. Ich fand sie fleißig beim Schneeschaufeln und stellte ziemlich überrascht fest, dass es die Leute waren, die ich im letzten Jahr bei Wörth an der Autobahnraststätte getroffen hatte. Sie waren aus Freising und hatten alles auf ihren Maschinen angekarrt, was sie für eine Woche im Schnee brauchten. Sie hatten sogar einen zusammenklappbaren Ofen dabei, den sie auf einem der Bikes transportierten, sowie sich das gehört! Da mir kalt war, und wie schon gesagt, vom BVDM noch niemand da war, half ich ihnen beim Schaufeln, denn wie Ihr alle wisst, hält das ja bekanntermaßen warm und die Zeit geht auch vorbei. Außerdem wurde ich auch reichlich mit Spirituosen bewirtet :-)
Gegen 18 Uhr trafen dann die Leute vom BVDM ein und wir durften unsere Wohnung, in der ich ja auch bis Mittwoch sein sollte, inspizieren. Wohnung ist eigentlich untertrieben, denn es war ein Palast. Ihr hättet das Bad sehen sollen. Ein Wahnsinn! Abends gingen wir essen und ich sagte den restlichen Helfern Hallo. Einige kannte ich schon vom letzten Jahr, andere fehlten leider, weil sie krank waren oder es aus anderen Gründen nicht geschafft hatten, zu kommen. Manche der Helfer machen das schon seit mehr als zehn Jahren. Ein paar waren sogar schon auf dem Salzburgring dabei. Da ist zum Beispiel die Rosemarie. Sie ist die Küchenfee und sorgt dafür, dass in der Aufbauphase jeder etwas Anständiges auf den Teller bekommt und das ist sicherlich nicht leicht, denn es werden jeden Tag mehr Helfer, bis die Zahl von fast 100 erreicht ist. In diesem Jahr waren es aber nur ca. 70 Helfer.
Der eigentliche Aufbau ging erst montags los, denn erst musste der ganze Schnee etwas geräumt werden, denn wir hatten eine Schneehöhe von ca. 50 Zentimetern. Danach wurde angefangen, das Gerüst für das Transparent am Haupteingang aufzubauen. Der Schneezaun musste aufgebaut werden, damit auch nur dort gezeltet werden konnte, wo es erlaubt war, denn das Gelände wird ja angemietet.
Trotzdem haben ein paar, nennen wir sie ruhig Deppen, außerhalb des Geländes gezeltet. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass auch das Ärger geben wird. Die Auflagen werden immer schärfer, aber trotzdem gibt es solche Idioten. Was hier auch gerade recht gut rein passt, ist die Geschichte über die zwei Fichten, die umgesgt wurden. Warum macht jemand so etwas? Das Holz ist doch viel zu frisch und man kann es doch gar nicht verbrennen? Außerdem, was wäre passiert, wenn die Bäume auf ein Zelt gefallen wären? Nicht auszudenken! Ich denke, es wäre das Ende des Elefantentreffen im Bayerischen Wald gewesen, wenn nicht sogar das endgültige Ende! Mit so einer Aktion zeigt der Täter seinen ganzen IQ! Aber wieso hat niemand etwas gemerkt? So eine Motorsäge ist nicht gerade leise, außerdem fällt so ein Baum auch nicht gerade leise! Man muss mehr Mut zeigen und seinen Mund aufmachen und nicht alles nur schlucken, denn die leider schweigende Mehrheit kommt nicht, um Bäume zu fällen oder sonst wie unangenehm aufzufallen.
Die Mehrheit kommt, weil es das Elefantentreffen ist. Und nur beim Elefantentreffen läuft man einmal über den Platz und man kommt dabei durch ganz Europa! Tja, das ist leider der Nachteil wenn man als Helfer dabei ist, man sieht viele negative Sachen. Aber ich hatte die Augen offen und sah auch die, die friedlich da waren, um zu feiern. Außerdem traf ich auch wieder die Leute, die ich nur beim ET treffe. Geht es Euch auch so? Manche Menschen trifft man nur hier, weil sie jedes Jahr da sind und wenn sie dann mal fehlen, dann macht man sich Sorgen. Ist er krank? Wo bleibt er denn? Doch dann stellt sich heraus, er hatte nur, so wie in diesem Jahr, donnerstags brutale Wetterverhältnisse und ist einfach erst freitags gekommen. Wo wir gerade beim Negativen sind . . . wir mussten donnerstags die gesperrte Straße von parkenden Autos inklusive Anhänger räumen. Da standen dann Menschen, machten auf ultra hart und kamen mit einem Lkw voll Holz, obwohl es das auf dem Gelände zu kaufen gibt. Wir bekamen zur Antwort, es sei Tradition, das Holz selbst mit zu bringen. Rechnet doch mal die Kosten zusammen. Lkw, Diesel und gemacht werden muss das Holz ja auch. Ich denke diese Menschen sind nicht gerade gut im Rechnen. Solange es ja noch richtiges Holz ist, geht es ja noch, aber es gibt auch Leute, die bringen Paletten mit, dort sind dann Nägel drin, weil sie zu faul waren, das Holz davon zu befreien. Und im Sommer liegen dann die Nägel und Schrauben auf der Viehweide und die Kühe werden es fressen und daran jämmerlich zu Grunde gehen! Mensch Leute, schaltet mal das Hirn ein! Aber ich weiß, die Menschen die ich versuche zu erreichen, könne ndas hier nicht lesen, denn sie sind zu bequem zum Lesen! Zu faul! Aber Ihr könntet es ihnen doch sagen? Warum muss ich ein Sofa mitbringen zum Elefantentreffen? Klar bleibt das stehen. Es ist eine billige Entsorgung! Ihr meint, wir müssten das tun? Wisst Ihr was die sagen? Bzw. meistens kommen sie ja schon, bevor die Kontrollen aufgebaut sind. Ich denke es muss von der Masse ausgehen. Jeder ist angesprochen, der BVDM, aber auch Ihr! Zeigen wir diesen Idioten, dass es so nicht geht!
Upps, jetzt bin ich aber ganz schön vom Thema abgekommen. Aber ich will es auch nicht zu lang werden lassen, darum noch ein kleiner Schwank zum Schluss, denn was alles aufgebaut werden muss, wisst Ihr doch selbst. Da kam am letzten Sonntag ein junger Mann zu mir, im Schlepptau hatte er zwei angegraute ältere Herrschaften und fragte nach, wo er denn nun seinen Wohnwagen abstellen könnte, denn seine Gold Wing stehe zu Hause in der Garage. Grund? Zu glatt und er hatte es auch mit dem Anhänger versucht, doch die Straßenverhältnisse ließen auch einen solchen Transport für sein Vehikel nicht zu! Ich sagte ihm, dass es in Solla einen Pkw-Parkplatz gäbe und er erklärte mir, dass es ja nicht für ihn sei, jedoch für seine Eltern! Ich habe ihm dann nochmals gesagt, wo der Parkplatz für Pkw ist und später sah ich dann wie Mami und Pappi ihm geholfen haben, den Zeltplatz vom Schnee zu befreien! Ich dachte mir, wie kann sich ein Mensch nur selbst so entmannen! Er war aus Regensburg, vielleicht kann er lesen? :-)
Grüße, und bis zum nächsten Jahr...
Matthias Ziegler - BallHupe 1/2004 - Seiten 20-22
Webtipps zum Elefantentreffen:
http://www.bvdm.de
http://www.tourenbiker.de.vu |